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Projekt »Egon Eiermann digital« am saai des KIT

Die Bewahrung und Zugänglichmachung des Lebenswerks eines der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts ist Ziel des Projekts »Egon Eiermann digital«, ein Vorhaben des saai am KIT in Kooperation mit der Egon Eiermann Gesellschaft e.V. .
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin, 1957–1963, Grundrissskizze der Gesamtanlage, Egon Eiermann (Bestand des saai)
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin, 1957–1963, Grundrissskizze der Gesamtanlage, Egon Eiermann (Bestand des saai)

Egon Eiermann (1904-1970) gilt als einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Eiermann folgte 1947 einem Ruf als Professor an die Fakultät für Architektur an der Technischen Hochschule Karlsruhe, dem heutigen Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er prägte als Inhaber des Lehrstuhls für Architektur für lange Zeit das Profil der Hochschule und begründete als bedeutender Architekt der Nachkriegsmoderne von Karlsruhe aus eine eigene einflussreiche Tradition:

Bereits mit seinen ersten Projekten in den 30er Jahren in Berlin machte er sich einen Namen als progressiver Architekt. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte er mit der Taschentuchweberei in Blumberg ein architektonisches Zeichen für das noch junge Nachkriegsdeutschland. Mit dem Pavillon für die EXPO 58 in Brüssel errichtete er gemeinsam mit Sep Ruf den ersten Repräsentationsbau der Bundesrepublik auf einer Internationalen Ausstellung. Mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche baute er in Westberlin ein Wahrzeichen für die Stadt. In den 60er Jahren errichtete Eiermann mit der deutschen Botschaft in Washington und dem Abgeordnetenhochhaus in Bonn zwei weitere Bauten, welche die Außendarstellung der BRD lange Zeit prägten. Aber auch für die Wirtschaft schuf er wegweisende Bauten. Erwähnt werden sollen hier nur seine ikonischen Warenhäuser für Merkur, die IBM-Pavillons in Stuttgart und die Olivetti-Türme in Frankfurt/Main.

 

Kulturerbe bewahren und zugänglich machen - Das Projekt »Egon Eiermann digital«

Die Egon Eiermann Gesellschaft e.V. hat sich gemeinsam mit dem saai | Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieursbau am KIT zur Aufgabe gemacht, das Lebenswerk Egon Eiermanns zu bewahren und der Wissenschaft national wie international zugänglich zu machen. Das Kooperationsprojekt »Egon Eiermann digital« wurde initiiert.

Das im saai bewahrte Werkarchiv von Egon Eiermann zählt national und international den bedeutendsten Architektennachlässen. Der Gesamtumfang beläuft sich auf über 50.000 Archivalien, bestehend aus Plänen, Glasplatten, Kleinbild- und Großformat-Negativen sowie Vintage Prints. Zusätzlich gibt es 75 lfm Akten und ca. 50 Möbelstücke.
Das Werkarchiv von Egon Eiermann gehört seit der Gründung des saai zu den am meisten nachgefragten Beständen im Archiv. Das Interesse der Öffentlichkeit am OEuvre von Egon Eiermann als zentraler Figur des Baugeschehens nach dem Zweiten Weltkrieg hat in den letzten Jahren noch einmal stark zugenommen. Hierbei spielen sowohl die weltweite Vernetzung als auch die Fokussierung der Architekturgeschichte und Denkmalpflege auf die Nachkriegsmoderne eine große Rolle.


Ziel des Projektes

Öffentlichkeit und Forschung stellen an Archive zunehmend die Anforderung, ihre Archivmaterialien zu digitalisieren und online verfügbar zu machen. Das Projekt »Eiermann digital« erleichtert somit nicht nur die Effektivität im archivtechnischen Umgang mit den Materialien, sondern vergrößert insbesondere auch die nationale und internationale Forschung zum Werk von Egon Eiermann erheblich. »Egon Eiermann digital« verfolgt daher die systematische Digitalisierung und digitale Bereitstellung archivalischer Quellen aus dem Werkarchiv von Egon Eiermann unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten sowie des jeweiligen Urheberrechts.


Was wird gemacht?

Der Prozess der Digitalisierung von Archivmaterialien umfasst vier Phasen:

1. Die fachgerechte, restauratorische Sichtung bzw. Reinigung sämtlicher Archivalien.
2. Die professionelle Digitalisierung in bestmöglicher Qualität.
3. Die fachgerechte Indexierung und manuelle Verschlagwortung von jedem einzelnen Digitalisat mit Information zu Projektname, Ort, Jahreszahl, Beteiligten etc.
4. Die Implementierung sämtlicher indexierter Digitalisate in einer Datenbank.

 

Über das saai | Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieursbau am KIT

Das saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau zählt zu den umfassendsten und wichtigsten Architektursammlungen in Deutschland. Die Bestände umfassen über 530.000 Pläne, Zeichnungen und Skizzen, 680.000 Fotos, Film- und Tondokumente, 1.100 laufende m Bauakten, 900 Modelle, 50 Möbelstücke und 400 laufende Meter Fachzeitschriften und Bücher. Die ältesten Dokumente stammen aus der Zeit um 1700. Der Schwerpunkt liegt im 20. Jahrhundert, insbesondere in dessen zweiter Hälfte. Das saai beheimatet u.a. die Werkarchive von Egon Eiermann, Otto Ernst Schweizer, Fritz Leonardt, Günter Wilhelm, Carlfried Mutschler, Rolf Gutbrod, Reinhard Gieselmann, Otto Herbert Hajek, Frei Otto und Günter Behnisch. 

Die Sammlung baut auf einem historischen Bestand der Architekturabteilung der ehemaligen Polytechnischen Schule Karlsruhe auf, dem heutigen KIT | Karlsruher Institut für Technologie. Seit den 1970er Jahren kann die Sammlung durch Schenkungen bedeutender und umfangreicher Nachlässe zeitgenössischer Architekten erweitert werden. Auf Beschluss der Landesregierung Baden-Württemberg wird 1989 schliesslich das saai gegründet. Seit 2014 wird es vom Leiter des Fachgebiets Architekturtheorie Prof. Dr. Georg Vrachliotis geführt.

Weitere Informationen über das saai | Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieursbau am KIT unter: https://www.saai.kit.edu/ 

 

Über die Egon Eiermann Gesellschaft e.V.

Im November 1997 gründen Baugeschichtler, Architekten, Freunde, Schüler und ehemalige Mitarbeiter/innen in der Sorge um den Erhalt des Gesamtwerkes von Egon Eiermann die Egon Eiermann Gesellschaft - (EEG) e.V. mit Sitz in Karlsruhe. Der Verein setzt sich ein für die Bewahrung des Lebenswerkes von Egon Eiermann, einem der bedeutendsten deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts, insbesondere für den Erhalt der von ihm entworfenen Bauwerke.

Die Eiermann Gesellschaft möchte durch die Unterstützung von Ausstellungen, Symposien, Dokumentationen und auch durch beratende Begleitung bei Sanierungen und Umnutzungen von bestehenden Gebäuden versuchen, diese der Nachwelt in gutem Zustand zu erhalten und die Kenntnis des Werkes, vor allem in der jüngeren Generation zu verbreiten. Diese Aufgabe erscheint besonders dringlich für die frühen Arbeiten Eiermanns in den neuen Bundesländern.

Um dieses Ziel zu erreichen, wirbt die Egon Eiermann Gesellschaft Mitglieder und Sponsoren. Die Gesellschaft arbeitet nicht profitorientiert und denkt nicht unternehmerisch.

Weitere Informationen über die Egon Eiermann Gesellschaft e.V. unter: http://egon-eiermann-gesellschaft.de/hp1/profil.htm?ITServ=aivqgrfffiqlclj79h9053cuash

 

Die KIT-Stiftung dankt den Förderern dieses Projektes.